Leadpartner: Společnost pro Jizerské hory, o.p.s., Liberec (CZ)
Projektpartner: Naturschutzstation Östliche Oberlausitz, Landkreis Görlitz (DE)
Projektumsetzung: Juli 2023 – Juni 2026 (für die Schulen ab 2024)
EU-Förderung (EFRE): 538.469,98 €
Das Projekt „Grenzenlose Natur“ ist ein neues grenzüberscheitendes Programm der Umweltbildung für Schulen (ab Klasse 7) in der Region Liberec (Tschechien) und den Landreisen Bautzen und Görlitz (Deutschland). Im Rahmen des Projekts können deutsche und tschechische Schulklassen nicht nur die Sprache und Kultur des Nachbarlandes kennenlernen, sondern auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den vielseitigen Lebensräumen der Grenzregion. Die fünf Module zu den Themen „Wiesenbiotope“, „Wald der Zukunft“, „Gewässerlandschaften“, „Wetter selbst gemacht“ und „CO2 und Klima“ ermöglicht den Schülern in 3-tägigen Seminaren, ihr naturwissenschaftliches Wissen zu vertiefen. Dabei lernen sie gemeinsam, in Theorie und bei praktischen Naturschutzaktionen und Exkursionen, welche Herausforderungen und spannenden Lösungsansätze es für ihre Heimatregion gibt.
Ein zweiter Bestandteil des Projekts richtet sich direkt an Pädagogen, welche an kreativen, neuen Bildungsformen und dem Einsatz an digitalen Medien interessiert sind. Dabei werden auch neue Bildungsrouten in der Grenzregion geschaffen, die dann mit Besuchern aller Altersklassen erforscht werden können.
Ziele
Erstellung eines grenzüberschreitenden Bildungsprogramms für Schüler*innen diverser Schulen in der Region Liberec und den LK Bautzen/Görlitz
Verbesserung des kulturellen Austauschs/ der Kommunikation zwischen den Teilnehmern
Vertiefung des Wissens zu den Naturräumen im Grenzgebiet und möglichen Unterschieden
Vermittlung von Wissen zu den Auswirkungen der Nutzungsformen auf Flora und Fauna
Exkursionen zu besonders artenreichen Lebensräumen und Nutzungsflächen
Praktische Naturschutzprojekte mit Schülern zur Vermittlung der Naturschutzarbeiten und deren Bedeutung
Vergleich der Naturräume und der Naturschutzprojekte zwischen beiden Ländern
Entwicklung von digitalen Bildungsrouten zu unterschiedlichen Themen und zweisprachig
Weiterbildung für Pädagogen zur Entwicklung von digitalen Bildungsrouten und deren Einsatzmöglichkeiten
Erhöhung der Attraktivität des Grenzraums
Aufbau von Verständnis über Ursachen der Landschaftsentwicklung der Region
Die tschechische Projektseite finden Sie auf den Seite des Interreg-Website.
Informationen und Anmeldung 1. tschechische Schulen:
Tel.: +420 734 206 747
Kateřina Bednářová (Společnost pro Jizerské hory, o.p.s.), www.projizerky.cz
2. deutsche Schulen: Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ e.V.,
Projekt „Příroda bez hranic – Grenzlose Natur“ je nový přeshraniční program environmentální výchovy pro žáky základních škol Libereckého kraje a okresů Bautzen a Görlitz na německé straně. Uspěli jsme s žádostí o dotaci v rámci Programu Interreg Česko – Sasko 2021–2027.
Registrační číslo projektu: 100686609
Leadpartner projektu: Společnost pro Jizerské hory, o.p.s., Liberec (CZ)
Partner projektu: Förderverein für die Natur der Oberlausitzer Heide und Teichlandschaft e.V., Mücka (okr. Bautzen) (DE)
Doba realizace projektu: červenec 2023– červen 2026
Cílová skupina: žáci ve věku 13 – 18 let (8. tříd ZŠ – 3. ročník SŠ) Libereckého kraje a okresů Bautzen a Görlitz na německé straně, učitelé a další vzdělavatelé.
Dvě zkušené organizace působící v oblasti environmentálního vzdělávání vytvoří nové ekologické vzdělávací programy, které budou zahrnovat vedle ekologického vzdělávání také zlepšování digitální gramotnosti, technických kompetencí, jazykové vybavenosti a mezikulturních kompetencí. Vznikne tak udržitelná a dlouhodobá kooperace nejen mezi zapojenými organizacemi, ale také mezi školami a pedagogy. Součástí projektu jsou také vzdělávací semináře pro učitele s tématem tvorby digitálních naučných stezek.
Januar bis Juni 2025.
Nach Abschluss der Pilotphase konnten die ersten Projekttage erfolgreich mit deutschen und tschechischen Gruppen gemeinsam durchgeführt werden. Bereits im Februar wurde in Seifhennersdorf unter Anleitung von Pierre Karrasch das Thema Wetter und Klima vermittelt. Die gemischten Gruppen übten den Bau von Mikrosensoren und deren Programmierung. Im Anschluss baute jede Gruppe eine eigene Wetterstation zusammen, die dann in den Schulen für den Unterricht genutzt werden kann.
Im April wurden die Projekttage zum Thema Wald umgesetzt, bei dem die deutschen und tschechischen Schüler zuerst die wunderschönen Bergwälder auf tschechischer Seite erwandern konnten. Am zweiten Tag lernten sie die Nutzung der Wälder durch einen Förster kennen und konnten selbst durch "Klöppeln" die praktische Forstarbeit unterstützen. Der dritte Tag wurde speziell zu Waldameisen ausgestaltet. Die Teilnehmer lernten die Bedeutung und Lebensweise kennen und konnten im Anschluss selbst ein Ameisen-Monitoring in deutsch-tschechischen Kleingruppen durchführen. Die Aufgaben in Kombination mit kleinen Spielen ermöglichen es den Teilnehmern, die Schüler des Nachbarlandes trotz Schüchternheit und Zweifel an den eigenen Sprachkenntnissen anzusprechen und schließlich in regen Austausch zu kommen.
Die Projekttage Wiese wurden im Mai umgesetzt. Auch hier lernten die Schüler unterschiedliche Wiesenbiotope und deren Bewohner im Rahmen von Exkursionen auf tschechischer Seite kennen. Sie untersuchten in gemischten Kleingruppen die Tiere und Pflanzen und nutzen Deutsch, Tschechisch und Englisch sowie die Körpersprache, um Aufgaben zur Natur und der Geschichte der Region zu lösen. Auf deutscher Seite lernten die Teilnehmer die praktische Wiesenpflege kennen. Sie entbuschten eine der größten Wacholderheiden und trugen so zum Erhalt des geschützten Lebensraums bei. Mit viel Spaß konnten sie auch ihre Fähigkeiten als Schäfer testen, indem sie um die Wette Weidezäune aufbauten. Diese fröhliche und aktive Atmosphäre führte zu neuen Freundschaften und dem Interesse an weiteren Projekttagen dieser Art. Wir freuen uns darauf!
Bearbeitung von Aufgaben zum Thema Klima in deutsch-tschechischen Kleingruppen mit Unterstützung von Pierre Karrasch und Eva Fielko
Aufbau der Wetterstation in deutsch-tschechischen Kleingruppen
Abschlusspräsentation aller Teilnehmer der Projekttage Wetter und Klima in Seifhennersdorf mit den fertigen Wetterstationen
Begrüßung der Teilnehmer zum Modul Wald und Vorstellung des INTERREG Projekts
Die Schüler lernen im Rahmen des Wald-Projekttages bei Niesky von einem Förster die praktische Forstarbeit und die Bedeutung der Forstwirtschaft früher und heute kennen. Mit Knüppeln ausgerüstet befreien die Schüler junge Lärchen von toten Ästen, um die Holzqualität zu verbessern.
Deutsche und tschechische Schüler nach erfolgreichen drei Tagen zum Thema Wald vor der Comenius Oberschule in Mücka
Bearbeitung von Aufgaben zum Thema Wiese in deutsch-tschechischen Kleingruppen
Begrüßung aller Teilnehmer zum Projekttag Wiese im Rahmen des INTERREG-Programms und Information in deutscher und tschechischer Sprache zum Ablauf
Praktische Naturschutzarbeit auf der Wacholderheide bei Sprey. Die entfernten Äste wurden zum Bau einer Benjeshecke genutzt.
Als Abschluss-Spiel bauten die Schüler um die Wette einen Weidezaun auf, mit größtem Ehrgeiz und viel Spaß
Juli bis Dezember 2025
Umsetzung Modul Wiese
Der Projekttag Wiese wurde vom 24. bis 26. September 2025 zum dritten Mal durchgeführt. Das Gymnasium Rumburk und das Gymnasium Seifhennersdorf reisten aufgrund der räumlichen Nähe ihrer Heimatorte nachhaltig in einem gemeinsamen Bus an. Daher war es auch möglich, dass man schon im Bus deutsche und tschechische Kinder versetzt nebeneinander setzte, so dass es auf der Hin- und Rückfahrt jeweils zur Kommunikation zwischen den Schulklassen kam und sie nicht in ihren gewohnten Grüppchen nebeneinandersaßen. Das funktioniert laut den begleitenden Lehrern hervorragend.
Den ersten Tag verbrachten die Teilnehmer auf deutscher Seite, auf einer artenreichen Heidefläche der Göbelner Heide. In diesem natürlichen Umfeld lernten die Jugendlichen die Jungen und Mädchen des Nachbarlands im Rahmen von Spielen kennen. Eine gemeinsame Einführung in das Projekt, in deutscher und tschechischer Sprache, stellte die Ziele des Projekts und die Beteiligten vor. Der Ablauf der drei Tage stimmte die Jugendlichen auf den intensiven Austausch und motivierte sie, die Angebote zur Kommunikation mit den Gleichaltrigen des Nachbarlandes von Anfang an zu nutzen.
Der Revierförster Herr Körner erläuterte den Schülern die Geschichte dieser Heidelandschaft und Bedeutung für die Artenvielfalt. Nachdem die Teilnehmer auf deutsch-tschechische Gruppen aufgeteilt wurden, bekam jedes Team ein Set mit Schubkarre, Astscheren und Arbeitshandschuhen. Gemeinsam arbeiteten sie dann in einem Bereich auf der Fläche und entnahmen junge Kiefern und Birken, die die Heidepflanzen überwuchsen und bedrohten zu verdrängen. Dabei konnten die Jugendlichen auch unterschiedliche Insektenarten, Amphibien, Eidechsen und Vogelarten sowie Fährten von Reh und Fuchs beobachten und entdecken. Die aktive und wichtige Arbeit macht jungen Menschen immer Freude und ein Kennenlernen ist dabei auch ohne gute Sprachkenntnisse möglich. Gemeinsame Erfahrungen verbinden und schaffen die Voraussetzung für Interesse aneinander und weiteres Kennenlernen.
Im Anschluss an die Arbeit wurden Würstchen gegrillt. Nach der Stärkung besuchten Gymnasiasten die Herde der Landschaftspflegeschäferei, in der Moorschnucken und Burenziegen die artenreichen Wiesen offenhalten. Der Schäferlehrling und seinem Hütehund stellten den Teilnehmern ihre Arbeit vor und demonstrierten das Hüten der Moorschnucken und Burenziegen vor Ort.
Wanderung zur Göbelner Heide am ersten Projekttag zum Thema Wiese.
In kleinen, gemischten Gruppen entfernen die Teilnehmer junge Kiefern, Birken sowie Traubenkirschen.
Das abgeschnittene Pflanzenmaterial wird vom Gelände entfernt, um Überdüngung zu verhindern.
Wer aufmerksam die Natur beobachtet, kann auch die gut getarnten Gottesanbeterinnen entdecken.
Die Teilnehmer konnten im Anschluss die vierbeinigen Landschaftspfleger, die Schafe und Ziegen, kennenlernen.
Auch der Schäferlehrling und sein Hütehund stellten ihre Arbeit vor.
Am zweiten und dritten Tag des Modul Wiese fuhren alle Teilnehmer ins tschechische Isergebirge.
Am ersten Tag in Tschechien durchliefen die gemischten Kleingruppen nacheinander verschiedene Standorte und mussten herausfinden, wie sich die Landschaft durch den Menschen an der Stelle im Laufe der Zeit durch den Menschen verändert hat. An jeder Station sollten die Gruppen pantomimisch die Geschichte des Standortes darstellen, was Kommunikation zwischen den Jugendlichen erforderte und auch gelang. Das Wetter war merklich kühler und regnerischer als zum Vortag im Flachland.
Es war teils gar nicht so einfach das Geforderte auf einem Foto darzustellen, was zu gewollter und angeregter Kommunikation unter den Schüler führte
Mit eigenen Sprachkenntnissen,den Dolmetschern sowie Übersetzungs-Apps auf den Handys wurde erfolgreich Kommuniziert und die eigenen Ideen vermittelt
Am letzten Tag im Isergebirge ging es für die deutsch-tschechisch-gemischten Schülergruppen über jeweils verschiedene Gebirgswiesen. Sie untersuchten und arbeiten deren abiotischen, biotischen sowie Nutzungs-Unterschiede heraus. Am Ende wurden die Ergebnisse vor beiden Klassen in beiden Sprachen präsentiert.
Lebhafte Diskussionen über den Wiesentyp und seine Charakteristika
Nach drei Tagen haben sich die Schüler gut eingearbeitet und verständigt
Verabschiedung in der großen Runde, bevor es gemeinsam zurück nach Rumburk und Seifhennersdorf ging.
Umsetzung Projekttag Gewässer
Die erste Umsetzung des Projekttags Gewässer nach dem Pilotversuch wurde vom 20. bis 22.10.2025 erfolgreich umgesetzt. Schüler aus Tanvald und Rietschen erforschten am ersten Tag des Projekts die strukturreichen Bäche auf tschechischer Seite, im Isergebirge. Nach einer ersten Begrüßungsrunde und einer Vorstellung der Projektziele und der geplanten Aufgaben der nächsten drei Tage wurden die Teilnehmer in deutsch-tschechische Gruppen eingeteilt. Bei der Wanderung zu den unterschiedlichen Standorten für Forschungsaufgaben konnten sich die Jugendlichen mit Hilfe eines Bingo-Spiels kennenlernen. Diese Form des Kommunikationsspiels hat sich bereits bei früheren Projekttagen bewährt, da die Teilnehmer mit vielen anderen Jugendlichen ins Gespräch kommen. Und selbst schüchterne Schüler laufen nicht stumm neben den Schülern der Partnerklasse, da sie ja eine Aufgabe haben um zuerst unbekannte Schüler anzusprechen.
Zur Begrüßung am ersten Tag kamen alle Teilnehmer und Betreuer zusammen.
In kleinen, gemischten Gruppen wanderten die Teilnehmer zu unterschiedlichen Gewässern und tauschten sich dabei miteinander aus.
Die Teichwasserproben waren voll mit unterschiedlichen und spannenden Lebewesen, die von den Teilnehmern in kleinen Gruppen bestimmt wurden.
Am zweiten Tag besuchten die Jungen und Mädchen aus Tanvald und Rietschen das Haus der Tausend Teiche in Wartha. Hier bekamen sie einen intensiven Einblick in das Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und die dafür essenzielle Teichwirtschaft. Den einführenden Film konnten sich die Teilnehmer auf Deutsch und Tschechisch anschauen und so auch den Lebensraum Teich in den anderen Jahreszeiten kennenlernen. Im Anschluss erkundeten die Jugendlichen in deutsch-tschechischen Gruppen das Teichgebiet, indem sie an mehreren speziellen Standorten gemeinsam Aufgaben lösten (siehe Anhang). Alle Aufgabenblätter mussten in beiden Sprachen ausgefüllt werden, obwohl die Informationstafeln nur auf Deutsch vorhanden sind. Falls die Sprachkenntnisse der Schüler bei speziellen Begriffen nicht ausreichten, konnten die beiden Dolmetscher aushelfen und so Neues vermitteln. Die Teilnehmer lernten bei diesen Teichrallyes daher nicht nur viel Wissenswertes zum Thema Gewässer, sondern verbesserten ihre Sprachkenntnisse und übten sich im Umgang mit unbekannten Leuten ohne sichere Sprachkenntnisse. Zum Anschluss wurden die gesammelten Lösungen verglichen und das Gelernte zusammengefasst. Im alten Schafstall konnten sich die Teilnehmer dann mit einem warmen Mittagessen stärken und sich abschließend noch mit einem kleinen Teamspiel verabschieden.
Am zweiten Tag lernen die Schüler die Fischteiche im Biosphärenreservat mit Hilfe einer Teichrallye kennen.
Nachdem die Rallye erfolgreich beendet wurde, gab es für jedes Team noch ein kleines Geschicklichkeitsspiel. Das Team mit der besten Kommunikation gewann.
Der dritte Tag stand im Zeichen des praktischen Handelns für den Biotopschutz. Die Jugendlichen lernten an den ersten beiden Tagen anhand unterschiedlichster Beispiele, dass es viele gefährdete Arten gibt, die praktische Schutzmaßnahmen für ihr Überleben benötigen. Daher war es das Ziel des dritten Tages, den Teilnehmern diese praktischen Arbeiten zu vermitteln und einen Einblick in den Arbeitsaufwand von Landschaftspflegemaßnahmen zu geben. Das gemeinsame Erlebnis und ein sichtbares sowie messbares Ergebnis, das Freischneiden eines überwachsenen Moores, verbindet die jungen Menschen.
Am letzten Tag war die Hilfe der Teilnehmer nötig, um Schilf vom Moorauge bei Förstgen zu entfernen, damit wieder genügend Sonnenlicht den Moorboden erreicht.
Das Schilf wurde zurückgeschnitten oder rausgerissen und aus dem sensiblen Lebensraum gezogen, um den Moormoosen eine Chance zu geben, wieder die Überhand zu gewinnen.
Passend zu den Bewohnern des Moors, den Amphibien, wurde am Ende der drei Tage ein Amphibienschutzzaun auf Zeit aufgebaut. Auch hier stellten sie sich in zwei gemischten Teams dem Wettkampf.
Die Ansprüche an einen korrekt aufgebauten Amphibienzaun wurden von den Mitarbeitern der Naturschutzstation vermittelt und machten wiederholt Korrekturen an den Zäunen der Schüler notwendig.
Umsetzung Projekttage Klima
Das Modul Klima wurde im Jahr 2025 zum zweiten Mal durchgeführt. Die Schüler der Freien Oberschule Rietschen und des Gymnasiums Liberec kamen am 15.12.2025 in Liberec für den ersten Projekttag zusammen. Mit einer gemeinsamen Vorstellung des Projekts und der Teilnehmer wurde begonnen. Der Ablauf der 3 Tage und die Zielsetzungen der einzelnen Arbeitsschritte wurde durch die Veranstaltungsleiter erklärt und zum aktiven Austausch und Zusammenarbeit zwischen den Schülern beider Länder aufgefordert. Die deutsch-tschechischen Kleingruppen arbeiteten in zwei Klassenzimmern des Gymnasiums an 4 Lernstationen, die sie im Rotationsprinzip nacheinander abarbeiteten. Der Referent Pierre Karrasch und die Übersetzer waren bereit, bei sprachlichen oder inhaltlichen Problemen zu helfen oder Zusatzinformationen zu geben. Nur wenige Teilnehmer hatten Kenntnisse in der Sprache des Nachbarlandes, sodass der Austausch auf Englisch oder mit Unterstützung der Dolmetscher erfolgte. Dennoch konnten die Schüler erste sprachliche Erfahrungen sammeln und sich auch ohne Worte austauschen. Das Thema Klima und Wetter war allen Teilnehmern bereits aus dem Unterricht bekannt, jedoch waren nicht alle Begriffe und deren Zusammenhänge im Gedächtnis geblieben. Eine Wiederholung in Kombination mit dem Bezug zur praktischen Anwendung in der Forschung und im praktischen Leben wurde daher als sehr sinnvoll betrachtet. Es kam zu angeregten Diskussionen zwischen einigen Schülern und das Verständnis für die Prozesse des Klimawandels wurde sichtbar verbessert. Zu Beginn des Projekts waren viele Schüler noch unsicher, ob sie den Umgang mit der Elektronik und der Programmierung verstehen und umsetzen können. Besonders stolz und zufrieden waren die Teilnehmer entsprechend im Laufe des Projekts, als sie die neuen Techniken meistern konnten. Das Modul Klima mit den anspruchsvollen Inhalten und neuen Methoden ist ein gutes Beispiel dafür, dass junge Menschen unter guter Anleitung viel mehr schaffen können als sie sich selbst zutrauen. Auch erwarten sie meist nicht, dass diese scheinbar sehr anstrengenden, komplizierten Themen Freude machen können und sind daher nach dem Projekt offener für MINT-Themen.
Die Teilnehmer führten Experimente unter Anleitung von Pierre Karrasch durch und diskutierten die Ergebnisse.
In deutsch-tschechischen Gruppen fertigten sie gemeinsam Plakate an, die Auswirkungen des Klimawandels darstellen.
Die Teilnehmer üben am zweiten Tag den Aufbau von Schaltkreisen mit Mikroelektronik und das Programmieren.
Die Technik wurde genutzt, um beispielsweise Feuchtigkeitssensoren zu bauen und die Feuchtigkeit von Bodenproben zu vergleichen.
Die neu erworbenen Fähigkeiten werden am dritten Tag genutzt, um eine Wetterstation zu bauen und zu programmieren.
Die Wetterstationen wurden von den Gruppen im Außenbereich getestet.
Viele Fragen zum Thema Klima und der Anwendung der Technik werden von den Experten mit Hilfe der Dolmetscher beantwortet.
Die stolzen Teilnehmer des Klima-Moduls präsentieren die Wetterstationen, die von beiden Schulen mitgenommen und an ihrer Schule installiert werden.
Digitale Bildungsroute
Die Erstellung der digitalen Bildungsroute wurde zusammen mit Jugendlichen fertiggestellt. Die Fragen zu ökologischen und geschichtlichen Themen auf unserer Webseite können von den Nutzern über QR-Codes auf Schildern im Niederspreer Teichgebiet erreicht werden. Beim Anklicken einer Antwort wird der Nutzer auf eine Unterseite geleitet, die jeweilige Antwort als richtig oder falsch erklärt und gegebenenfalls Hintergrundinformationen bereitgestellt haben. Die Fragen und Informationen werden ebenfalls in tschechischer Sprache verfügbar sein. Die Koordinaten des nächsten QR-Code-Schildes kann jeweils der Webseite mit der richtigen Antwort entnommen werden. Die folgende Übersichtskarte gibt die Standorte aller Fragestationen im Niederspreer Teichgebiet an. Die Schilder werden nach dem Frost in den ersten Monaten 2026 im Gebiet installiert. Dann wird die Route mit unterschiedlichen Zielgruppen getestet. Auch im Rahmen des Seminars für Lehrer soll die Bildungsroute als Beispiel genutzt werden.
Die Übersichtskarte der Standorte der Bildungsroute
Die Route und Inhalte der digitalen Bildungsroute wurde mit Jugendlichen aus der Region erstellt.
Dieser QR-Code wird an der Station 3 der Bildungsroute angebracht und leitet den Besucher zur Frage auf der Internetseite der Naturschutzstation. Dort werden demnächst auch die Fragen und Antworten in tschechischer Sprache zu finden sein.
Seminare für Lehrer
Das Seminar "Digitale Bildungsrouten" für Pädagogen konnte leider nicht wie geplant im Oktober 2025 stattfinden. Es wurden daher große Anstrengungen unternommen, um eine ausreichende Zahl an geeigneten Teilnehmern für den Nachholtermin am 5. und 6. März 2026 zu gewinnen. Die Bewerbung der Veranstaltung über unterschiedliche Medienformen, Verteiler von Lehrern und Umweltpädagogen sowie die persönlichen Kontakte im Rahmen von Bildungsveranstaltungen hat eine ausreichende Reichweite erzeugt und zur Anmeldung von 9 deutschen Teilnehmern geführt. Der Durchführungsort wird wie geplant die Wassermühle Förstgen sein, da dort geeignete Vortragsräume, Übernachtungsmöglichkeiten und vielseitiges Gelände für die Erprobung der Methoden vorhanden sind. Die Detailplanung der theoretischen und praktischen Seminarteile wurde teilweise schon durchgeführt. Die organisatorischen Aspekte wie Unterbringung und Verpflegung, Transport zu Exkursionsstandorten und Absprachen mit dem Dolmetscher werden noch in den kommenden Wochen stattfinden.
Januar bis Juni 2026
Umsetzung des zweitägigen Workshops "Digitale Bildungsrouten"
Der Workshop "Digitale Bildungsrouten" in Förstgen wurde am 4. und 5. März 2026 durchgeführt. Mit 17 Teilnehmern aus Tschechien und Sachsen war der Workshop gut besucht. Die auswärtigen Teilnehmer kamen in der Mühlenherberge unter die an den Tagungsort angrenzt.
Der erste Tag begann mit theoretischem Input über digitale Möglichkeiten im Gelände für die Umweltbildung aber auch im Touristischen Umfeld. Investitionsarme oder -intensive Rahmenbedingungen einer digitalen Route sowie den Grad der Interaktion mit der Zielgruppe wurde beleuchtet. Die technische Ausstattung und Funktionsweise von beispielsweise GPS-Geräten und Satelliten sowie digitale oder Papierkarten sowie Vor- und Nachteile wurde diskutiert. Vorstellung von verschiedenen und unterschiedlich aufwändigen Webseitenlösungen als Plattform für den Inhalt der Bildungsrouten wurde besprochen. Dann ging es aber auch in das praktische Austesten von GPS-Geräten, Smartphones als Alternative für nicht vorhandene GPS-Geräte sowie Kompasse und Papierlandkarten.
Auf einer nachmittäglichen Exkursion ging es zu einer nahegelegenen digitalen Bildungsroute um als Nutzer die Route zu erfahren.
Vor dem gemeinsamen Burger-Abendbrot in der Mühle ging es für interessierte Teilnehmer noch auf eine Vogelexkursion zum Tauerwiesenteich. Der Abend kling dann für die in der Herberge übernachtenden Gäste gemütlich aus
Am zweiten Tag des Workshops wurde zuerst im theoretischen Block noch Praxisbeispiele und mögliche Umsetzungsmöglichkeiten je nach thematischer Tiefe, Zielgruppe und finanzieller Ausstattung erläutert. Dann sollten in Gruppen die Teilnehmer selber eine fiktive Bildungsroute rund um den Tagungsort erstellen. Jeweils die restliche Gruppe durchlief die Bildungsroute und in der anschließenden Diskussion konnten die Erfahrungen und gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge diskutiert werden.
Das Feedback der Teilnehmer am Ende der zwei Tage war positiv, alle konnten neues Wissen mitnehmen und der Aufwand solcher Routen hatten die meisten unterschätzt.
Teilnehmer des Workshop erkundschaften eine digitale Bildungsroute bei Förstgen
Qualmende Köpfe beim Entwerfen eigener digitaler Bildungsrouten
Vortragsraum in der alten Wassermühle Förstgen
Umsetzung des Moduls Wald
An drei Tagen im April begegneten sich wieder dieselben Klassen aus Seifhennersdorf und Rumburk, die im vorausgegangenen Jahr das Modul Wiese im Mai besuchten.Der erste Tag stand im Zeichen der natürlichen Buchenwälder im tschechischen Isergebirge. Mit gemischten Gruppen zum gegenseitigen Kennenlernen und Lösen von Aufgaben zum Thema Wald ging es die Hänge des Gebirges hoch und runter.
Der zweite Tag fand im idyllischen Neißetal am Kloster St. Marienthal statt. Mit vereinten Kräften wurde der japanische Knöterich auf einer bewaldeten Neiße-Insel in St. Marienthal bekämpft. In gemischten Gruppen wurden die Pflanzen, die alles unter sich förmlich begraben, entfernt so dass man den Erfolg der Arbeit schnell erkennen konnte. Die fleißige Arbeit wurde mit einer gemeinsamen Führung durch Kloster und alter Wasser-Sägemühle abgerundet.
Am letzten Modultag trafen sich alle in der Seifhennersdorfer Schule und lernten wichtiges über die Waldameise mit einem Impulsvortrag. Mit dem Wissen im Gepäck wanderten die Schüler wieder in ihren Gruppen Richtung Neugersdorfer Stadtwald um dort in ihren gemischten Gruppen ein Waldameisen-Monitoring durchzuführen. Auf dem Weg zu den Ameisen lernten die Schüler noch die Basics der Kompassnavigation um im dichten Wald nicht vom Suchpfad abzukommen.
Mit vereinten Kräften geht es dem Knöterich an den Stängel
Gruppenfoto mit Kloster
Bingo über Sprachbarrieren hinweg
Umsetzung des ersten Extramoduls Wald
Da die Nachfrage nach dem Waldmodul bei den Schulen größer war als zu den restlichen Modulen, durften wir nach Rücksprache mit den Verantwortlichen des Interreg- Projektes zwei weitere Wald Module durchführen.
Am 3.-5. Juni 2026 ging es für die 7. Klasse der Freien Schule Rietschen mit den Schülern der Tanvald Schule in das Isergebirge. Bei starkem Regen wurde in der benachbarten Restaurant Terrasse unter dem Dach die Gruppenarbeiten begonnen. Und bei abnehmendem Niederschlag ging es in den Buchenwald u den einzelnen Stationen.
Am zweiten Tag trafen sich die Klassen bei bestem Wetter im Waldschulheim Stannewisch und im Wildtiergatter. In zwei gemischten Gruppen halfen sie Schüler den Forstmitarbeitern bei der Entfernung des Adlerfarnes der den Rasen und junge Bäume zu sehr beschattete das diese nicht hochkamen und die Waldverjüngung beziehungsweise den Wuchs der Nahrungsgrundlage des Wildes verhindern. Der andere Teil bekam eine Führung durch das Forstmuseum und durfte das Wild füttern.
Der dritte Tag fand in Rietschen statt. Und begann mit Input über Waldameisen. Auf der anschließenden Waldexkursion auch entlang des Flusses Weißer Schöps. Ging es neben den Ameisen auch über andere Bewohner des Waldes und gefahren für Bäume in der Region.
Die Rietschener und Tanvalder Jugendliche müssen Personen aus der Partnerklasse finden , auf die eine Beschreibung eines Bingofeldes passt. Wer zuerst 2x 4Felder gefüllt hat ist fertig.
Das Adlerfarn wird zum Wohle der Waldverjüngung und der Nahrungssuche des Damwild entfernt.
Waage zum Ausgleich zwischen Wolf und Beutetieranzahl am Erlichthof.
Umsetzung des zweiten Extramodules Wald
Am 8., 11. und 12.6.26 begegneten sich die Schüler der Zittauer Schlieben Oberschule und der Schule aus Frydlant. Im Naturschutzgebiet Schönnbrunner Berg dürfen die gemischten Schülergruppen unter der Anleitung der Bundesforst-Försterin Frau Hanke das Kleine Immergrün entfernen, da auch diese Pflanze nicht in dieses Schutzgebiet gehört und alles überwächst und somit verdrängt. Händisch wurden die Pflanzen gesammelt und auf mehreren Haufen gesammelt, die vom Bundesforst entsorgt werden.
Am zweiten Tag geht es wieder um Waldameisen mit Einführungsvortrag um dann mit einer längeren Exkursion zum Olbersdorfer See mit Sukzessionswaldflächen und thematisch passenden Spielen in den gegenseitigen Schüleraustausch zu kommen. Von Hecken über „Trittstein“-Wäldern wurden dann auch die für Tiere wichtigen Biotopverbünde gemeinsam besprochen.
Der letzte Modul- und gleichzeitig Projekttag war dann wieder in den Buchenwäldern des Isergebirge. Bei angenehmem Wetter ging es durch das UNESCO geschützte Waldgebiet um die Unterschiede und Vorteile zwischen künstlich angepflanzten und natürlich gewachsenen Wäldern zusammen zu erarbeiten.
Abschlussrunde nach getaner Arbeit
Spiel zur Verdeutlichung von Biotop Kooridoren zwischen verschiedenen Wäldern