Junge Naturwächter

: Die Teichlandschaft ermöglicht es, auf den abgelassenen Teichen den Teichbewohnern auf die Spur zu kommen. Die kleinen Forscher üben, wie man das Gesehene dokumentiert und darstellt.
Die Naturforscher können dank der Unterstützung vieler Experten der Region, die zu Gast in Schloss Niederspree sind, zu vielfältigen Artengruppen Einblicke bekommen. Fledermäuse können überall im Schutzgebiet und sogar im Schloss selbst beobachtet werden.
Natürlich sind die intensive Naturerfahrung, Spiel und Spaß eine ganz wichtige Grundlage für das begeisterte Lernen in der Natur.

Im Naturschutzzentrum Schloss Niederspree treffen sich wöchentlich zwei Gruppen der jungen Naturwächter (montags circa 6 bis 11 Jahre, freitags 11 bis 16 Jahre). Entsprechend ihres Alters und Vorerfahrung nutzen die Kinder und Jugendlichen all ihre Sinne, um die artenreiche Natur im Schutzgebiet kennenzulernen und zu verstehen. Mit Becherlupe und Kescher, Fernglas, Mikroskopen und viel Beobachtungsgabe können sie so Frösche bei ihrer Wanderung, Vögel beim Nestbau oder Bienen beim Anlegen ihrer Brutzellen beobachten. Spielerisch festigen sie Artenwissen und bauen ein tiefgründiges Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge auf. Gleichzeitig sind viele Freundschaften entstanden und Ideen für eigene Naturschutzprojekte. Die Naturforschergruppen gehören zum Programm „Junge Naturwächter Sachsen“ (JuNa) der LANU. Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Angeordnetetn des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

 

JuNa-Tag 2026:

An einem heißen 20. Juni fanden sich 35 Kinder aus dem Landkreis Görlitz am Schloss Niederspree zusammen, um trotz der Hitze den Lebensraum der Biber besser kennenzulernen. Die Teilnehmer wanderten durch die naturnahe Teichwirtschaft, wo der Biber zahlreiche Dämme als Biberbau nutzt und die zur Befestigung angepflanzten Bäume fällt. Die so entstehenden Strukturen wären in einer natürlichen Gewässerlandschaft ein Segen für die Tier- und Pflanzenwelt. Für die wirtschaftlich wichtigen Teichanlage jedoch verursachen die Biberaktivitäten erheblichen Schaden. Diesen Gegensatz konnten die Teilnehmer des JuNa-Tages vor Ort beobachten und diskutieren. Eine mögliche Maßnahme, um den Biber und Teichwirt anzunähern, ist der Schutz wertvoller Bäume durch Drahthosen. Die Kinder und Jugendlichen konnten am JuNa-Tag gemeinsam 3 Bäume ummanteln und somit den Schaden durch den Biber begrenzen. Im Anschluss gab es für alle Teilnehmer ein großartiges Buffet und vielseitige Lernstationen im kühlen Schloss Niederspree. 

Juna Tag
Biberbuffet
Drahthosen als Schutz vorm Biber
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