Netzwerk Wassermühle Förstgen


Pfingsten 2022 wurde die ehemalige Wassermühle in Förstgen nach langem Dornröschenschlaf (seit 1986) und 2 jähriger Sanierung wieder in Betrieb genommen. Es entstanden u.a. ein Café und ein Mühlenmuseum. Um die Mühle mit Leben zu füllen, wurden neben dem Cafébetrieb am Wochenende und Feiertags auch zahlreiche Veranstaltungen mit den Anwohnern und den über 50 Ehrenamtlern gemeinsam ins Leben gerufen.
Die Mühle hat sich von einem sanierungsbedürftigen Gebäude zu einem viel besuchten Veranstaltungsort entwickelt. Am Wochenende stehen die Gäste mittlerweile im Café zeitweise Schlange. Die Veranstaltungen für Jung und Alt werden sehr gut angenommen und nachgefragt. Es wurden regelmäßig alte Kontakte wieder aufgefrischt, nachdem man sich in der Mühle zufällig begegnete. Auch neue Kooperationen und Projekte wurden im Rahmen unserer Veranstaltung bei Gesprächen entwickelt. Viele Vereine und Gruppen der Region nutzen inzwischen das Café als Treffpunkt. 2024 fanden mehrere Treffen mit den Netzwerkpartnern statt, der Ablaufplan wurde besprochen und entwickelt. Es kam die Idee auf, beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilzunehmen und alle regionalen Akteure vor Ort einzubinden. Das war ein gelungener Auftakt dieses Netzwerkes, da alle Vereine von Förstgen angesprochen und auch beteiligt waren. Abschließend kam es dadurch mit allen Vereinen zu einer gemeinsame Bewerbung beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Dafür wurde im Vorfeld die gemeinsame Befahrung aller Vereine mit der Jury des Wettbewerbes organisiert. Sämtliche Vereine sowie die Kirche in Förstgen präsentierten sich. Es wurde eine gemeinsame Broschüre erarbeitet. Die Sportfrauengruppe studierte ein Lied ein, was ihr einen Sonderpreis einbrachte. Im Anschluss an die dreistündige Befahrung und Vorstellung der Vereine und der Kirchgemeinde wurde zum Abschluss in der Wassermühle Förstgen eingekehrt. Bei regionalen Köstlichkeiten wurde über Positives berichtet, aber auch Defizite angesprochen.

Somit fand schon im August 2024 unser erstes Netzwerktreffen statt. Im Anschluss erfolgten in Vorbereitung der Landinventur Kennenlerngespräche mit BBE und Thünen-Institut. Anschließend fanden reglemäßige Gespräche mit den Einheimischen statt. Im Herbst wurde dann gemeinsam an der Landinventur gearbeitet. Für das gemeinsame Arbeiten unter Anleitung von Markus Schaller durften wir die Mittelschule Mücka nutzen. Zahlreiche Gemeindeanwohner folgten unserem Aufruf zur Landinventur im Gemeindeblatt. Es wurde im Vorfeld fleißig
recherchiert und am Abend viel Wissenswertes zusammengetragen. Am kommenden Tag erfolgte
die Auswertung in der Wassermühle. Uns erleichterte die Zielerreichung das Netzwerktreffen in
der Rhön, von dem wir viel Input nach Förstgen mitnahmen. Es wurden zum Jahresende ein
gemeinsamer Weihnachtsmarkt mit Dauban organisiert, was zu fast 1.000 Besuchern führte. Das
Vereinsessen mit Würdigung der Ehrenamtler sowie Ideenschmiede war ein guter Abschluss
2024.
Im Jahr 2025 wurde der Austausch durch regelmäßige Netzwerktreffen, gemeinsame Veranstaltungen und neue Formate wie Arbeitsgruppen und Begegnungsangebote verstetigt. Damit konnte eine tragfähige Grundlage für langfristige Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung geschaffen werden. Wichtige gemeiname Veranstaltungen waren der Festumzug der Vereine, das gemeinsame Erarbeiten des Mühlenrundwegs, das Nachbarschaftsfest, der Fermentierkurs, der Karaokeabend, das Netzwerktreffen in Leipzig, das gemeinsame Vereinsessen und das Weihnachtssingen in der Scheune. Weiterhin sind wir in der Werkstatt der Mutigen eingebunden.







