Fledermäuse in der Mühle


Die Wassermühle Förstgen ist nicht nur ein lebendiges Kulturdenkmal, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für Fledermäuse. Gemeinsam mit der Biologin Christiane Schmidt, finanziert durch Fördermittel, wurde das historische Gebäude gezielt fledermausfreundlich umgestaltet und bietet heute ideale Bedingungen für verschiedene heimische Fledermausarten.
Der gesamte Dachboden wurde als Quartier für Fledermäuse ausgebaut. Über einen speziell angelegten Einflug können die Tiere ungestört ein- und ausfliegen. Im Dachraum entstanden Wärmekammern als geschützte Wochenstuben sowie zahlreiche Spaltenquartiere, die den natürlichen Verstecken der Tiere nachempfunden sind.
Auch an der Fassade wurden spezielle Fledermaus-Flachkästen (FTH-Kästen) angebracht. Im historischen Lausitzer Verschlag entstanden zusätzliche Einflugmöglichkeiten mit eigens konstruierten Hangplätzen, die den Tieren weitere sichere Rückzugsorte bieten.
Selbst der Keller der Wassermühle wurde in das Artenschutzkonzept einbezogen. Durch den Einbau von Gewölbesteinen, einen eigens geschaffenen Fledermauseinflug sowie die gezielte Verdunkelung entstand ein geschütztes Quartier.
Mit diesen umfangreichen Maßnahmen leistet die Naturschutzstation Östliche Oberlausitz einen wichtigen Beitrag zum Schutz der stark gefährdeten Fledermäuse und verbindet den Erhalt eines wertvollen Kulturdenkmals mit aktivem Artenschutz. Besucherinnen und Besucher erleben an der Wassermühle eindrucksvoll, wie historisches Erbe und Naturschutz Hand in Hand gehen können.




